Einleitung
Der Plan einer gemeinsamen Wasserversorgung der Städte Erfurt, Arnstadt, Weimar, Jena und Apolda sowie der Reichsbahndirektion Erfurt aus einer Talsperre im
Kerngrund bei Ohrdruf scheiterte im Oktober 1929. Die Reichsbahndirektion Erfurt war an der Ausführung des Projektes stark interessiert, denn damit wäre die Beschaffung von besserem Kesselspeicherwasser für die Lokomotivspeisung ermöglicht
worden. Da jedoch keine Aussicht auf eine Beteiligung der o.g. Städte bestand, entschloß sich die Reichsbahndirektion Erfurt eine eigene Wasserversorgung zu schaffen und das Wasser aus der Wilden Gera bei Liebenstein (zwischen Gräfenroda
und Plaue) zu entnehmen und durch eine 37 km lange Rohrleitung zu dem Bahnhof Erfurt zu leiten.

Ein besonderer Dank für die Bereitstellung von historischem Material geht an Herrn Peter Köppler.
Die verwendeten Mitteilungen stammen aus den “Heimat-Glocken” (eine lokale Zeitung für die Orte Gräfenroda, Geschwenda, Frankenhain und Crawinkel) und anderen Zeitungen der Bauzeit.
Im Rahmen eines Schulprojektes wurde eine “Dokumentation über den Bauverlauf der Lütsche-Talsperre von 1933-1939” erstellt. Bild- und Textmaterial stammt aus Privatbesitz und wurde erst zusammengetragen.
Die Dokumentation in Form von Schautafeln kann man im Schulgebäude der Staatlichen Regelschule Plaue betrachten.
